Liebe Afrika-Freunde,

eine wundervolle Reise durch den Norden Malawis liegt hinter uns. Unsere Erfahrungen möchten wir mit Ihnen in diesem Newsletter teilen und Ihnen von dem immer noch unentdeckten Malawi mit seinen freundlichen Menschen, grandiosen Landschaften und dem Charme eines noch unberührten, afrikanischen Landes mit authentischen Einblicken in die Lebensweise der Einheimischen erzählen.

1. Tag: Westküste des Lake Malawi

Unsere Reise beginnt in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Hier kommen wir nach einem Flug mit der Ethiopian Airlines von Frankfurt über Addis Abeba an. Nach langer Warterei am Flughafen bekommen wir auch unser Visum. Leider sind die Einheimischen hier noch nicht so organisiert. Für jeden Schritt zum Visum muss man sich immer wieder in einer neuen Schlange anstellen. Von Lilongwe aus fliegen wir an die Westküste des Lake Malawi zum Chintheche Inn unterhalb von Nkatha Bay. Dieser Teil des Lake Malawi ist bekannt für seine weißen Strände, warmes Wasser und Fischerdörfer.

Das Chintheche Inn ist zur Zeit eine kleine 3 Sterne Unterkunft mit direkter Strandlage und hauseigenem Projekt „Root to Fruit“. Die Lodge wird nun zu einer 4 Sterne Unterkunft umgebaut. Aus 2 Zimmern werden jeweils großzügig ein Zimmer gestaltet und neue Zimmer werden gebaut. Das Konzept einer kleinen Lodge bleibt.

Bei Ankunft im Chintheche Inn werden wir herzlich vom Lodge-Personal empfangen und mit erfrischenden Tüchern und einem Willkommenstrunk begrüßt. Bereits im Ankunftsbereich der Lodge erhascht man den ersten Blick auf den Lake Malawi und den Strand mit seinen Liegen, die einen förmlich zum Entspannen anlocken. Man möchte sogleich über den gepflegten Rasen zum Strand laufen und sich von den rauschenden Wellen begrüßen lassen. In den Zimmern erwartet uns ein farbenfrohes Dekor mit einem erneuten handgeschriebenen Willkommensgruss auf dem Bett. Der Blick geht aber auch hier gleich zur Zimmereigenen Terrasse mit Korbstühlen, die direkten Blick auf den Strand und den Lake Malawi hat. Mit wenigen Schritten ist man am Strand.

Den Tag lassen wir mit einem Spaziergang am Strand und einer Pause am liebevoll gestalteten Bereich des Swimmingpools ausklingen. Hier genießen wir unseren ersten Sonnenuntergang am Lake Malawi.

Das Abendessen wird in Buffetform auf der Terrasse vom zuvorkommenden Lodgepersonal serviert. Eine leckere Mischung aus internationalen und nationalen Köstlichkeiten.

2. Tag: Westküste des Lake Malawi

Wir verbringen einen vollen Tag am Lake Malawi und nutzen die vielen Aktivitäten, die das Chintheche Inn und Umgebung zu bieten haben. Zuallererst besuchen wir direkt auf dem Lodge-Gelände das Projekt „Root to Fruit“. Bei diesem Projekt geht es um die Wiederaufforstung mit den indigenen Pflanzen und Bäumen Malawis. Uns werden die verschiedene Pflanzen und die Notwendigkeit der Wiederaufforstung im Kampf gegen den Klimawandel erklärt. Schnell wird klar, dass es hier nicht nur um Tourismus geht, sondern viel Energie in die Unterstützung des Landes und der Einheimischen in Form von Bildung, Arbeitsplätzen und Lebensunterhalt gesteckt wird. Wir pflanzen einen Baum und fühlen uns als Teil dieser herzlichen Gemeinschaft.

Den weiteren Teil des Tages nutzen wir, um die Unterwasserwelt des Lake Malawi bei einem Schnorchelausflug kennenzulernen. Man taucht hier wahrlich ein in die Welt der unzähligen, verschiedenen Buntbarscharten. Es gibt im Lake Malawi über 1.000 verschiedener Süßwasserfischarten. Mehr als irgendwo anders auf der Welt.

Der Tag hat nicht genügend Stunden, um die vielen, angebotenen Aktivitäten zu unternehmen. Wir wären gerne länger geblieben und hätten noch die umgebenen Dörfer mit dem Mountainbike erkundet oder auch den Lake Malawi mit Kayak befahren. Auch für Pferdefreunde werden hier Reitausflüge am Strand angeboten.

Am Abend erwartet uns wieder ein leckeres Abendessen untermalt mit der Musik der Malipenga Dancers. Das malawische Volk versteht es ihre ursprünglichen Rhythmen und Volkslieder auf moderne Weise vorzuführen.

3. Tag: Nyika National Park

Im hohen Norden des Landes liegt der Nyika National Park, der größte Nationalparks Malawis. Per Flug gelangen wir auf das Plateau. Bereits von weitem erhascht man einen Blick auf die Chelinda Lodge, die sich ideal in diese für Afrika ungewöhnliche Landschaft einfügt. Das Haupthaus und die 8 Chalets sind Blockhütten, die man, wie man in Malawi sagt eher im schottischen Hochland erwarten würde. Das milde Klima hier oben trägt zu diesem Landschaftsbild bei. Besonders in der trockenen Jahreszeit kann es in den dunklen Stunden sehr kalt werden. Wir haben uns sehr über die Kaminfeuer beim Abendessen, in unserem Zimmer und nicht zu vergessen über die Wärmflaschen im Bett gefreut.

Am Nachmittag erwartet uns eine Pirschfahrt im geschlossenen Fahrzeug mit Pop-Up-Dach. Sogleich begegnen wir Zebragruppen und den unterschiedlichsten Antilopenarten, wie Eland, und Roan-Antilope. Wo wir auch mit dem Fahrzeug stehen bleiben, hat man die Tiere mit Blick über die grandiosen, unendlichen Graslandschaften des Nyika National Parks.

Auch wenn wir müde von der Reise und den Eindrücken des Tages sind, können wir nach dem herzhaften Abendessen nicht unseren Blick vom Sternenhimmel wenden. Hier oben ist man dem afrikanischen Himmel noch ein Stückchen näher. Die Milchstraße erstrahlt in ihrer vollen Pracht.

https://www.youtube.com/watch?v=YOU6RNhXpjs

4. Tag: Nyika National Park

Früh werden wir zu unserer nächsten Pirschfahrt geweckt. Es ist noch sehr kalt und die Feuer sind lange erloschen. Bei einem heißen Tee und Kaffee wärmen wir uns auf. So langsam geht die Sonne auf und wir sind bereits wieder gespannt auf unsere nächste Pirschfahrt. Das Reservat ist vor allem bekannt für seine hohe Leopardendichte. Während unserer Pirschfahrt finden wir viele, viele Beweise, dass sich Elefanten im Reservat aufhalten. Aber sie bleiben uns verborgen.

Sehr gerne hätten wir auch eine Walking Safari unternommen, jedoch wurden kürzlich Löwen gesichtet, die aus dem zambischen Teil des Parks herübergekommen sind. Eine Walking Safari bietet einen ganz anderen Blickwinkel. Im Sommer findet man hier viele alpine Pflanzen, als auch Proteen und Orchideen. Wer nicht genug von diesem Blickwinkel auf die Natur bekommen kann, dem bieten sich verschiedene, 2-tägige Walking Trails an, unter anderem der Livingstonia Hike. Sie übernachten während des Trails in Zelten.

Uns erwartet daher auch am Nachmittag wieder eine Pirschfahrt. Gleich zu Anfang begegnen wir einem Jackal, der sich unter die vielen Zebras und Antilopen mischt, aber auch ganz schnell wieder verschwunden ist. Viel gesehen haben wir vor allem auch während der letzten Stunde, die wir im Fahrzeug in der Dunkelheit verbracht haben. Hyänen und Eulen haben unser Fahrzeug begleitet.

Auch in diesem Park muss man mehr Zeit verbringen, wenn man den Park per Mountainbike erkunden oder in einem der Teiche Fliegenfischen möchte. Auch ein Schulbesuch der Chelinda Primary School ist möglich. Die Schule wurde ausschließlich durch Spenden von Gästen der Chelinda Lodge finanziert und unterstützt insgesamt 120 Schüler.

5. Tag: Likoma Island

Wir verlassen den Nyika National Park am frühen morgen und fliegen nach Likoma Island im Lake Malawi. Die Insel liegt auf der Ostseite des Sees an der Grenze zu Mozambique. Bereits im Anflug bekommt man einen guten Überblick der Insel und man sieht auch schon Kaya Mawa – unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte.

Am kleinen Inselflughafen werden wir von einem Mitarbeiter der Lodge erwartet. Dieser bringt uns im offenen Fahrzeug zur Lodge. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und führt durch Dörfer, dem Schulgelände der Primary School und vorbei an den Baobabbäumen der Insel. Bei Ankunft in der Lodge werden wir auch hier wieder herzlich begrüßt und tauchen gleich ein in das Barfußparadies Kaya Mawas. Mit einem Erfrischungstuch und einem leckeren Cocktail machen wir es uns zur Einführung in die nächsten Tage in der Lounge direkt am Strand bequem.

Die 12 Zimmer und kleinen Häuser sind über den ganzen Strand verteilt und alle individuell eingerichtet. Jede Zimmerkategorie von Standardzimmer über Premium Zimmer mit Plunge Pool bis hin zum kompletten Haus ist empfehlenswert und je nach Lage ein Highlight für sich.

Wir nutzen gleich die Gelegenheit und erkunden die Küste vor Kaya Mawa mit dem Kayak. Das Wasser ist kristallklar und schillert in herrlichen Blau-, Türkis- und Grün-Tönen. Wir hätten sicherlich noch weitere Aktivitäten nutzen können, aber wir folgende der Bedeutung von „Kaya Mawa“ – vielleicht morgen…

Nach Einbruch der Dunkelheit sind wir gespannt auf das Abendessen und können uns nicht vorstellen, dass der Lunch mit einem exotischen, äusserst leckeren 3-Gänge-Menu noch getoppt werden kann. Allein das romantische Ambiente macht es möglich – ein Tisch am Strand umgeben von Petroleumlampen.

https://www.youtube.com/watch?v=XmOU8ZGpnnk

6. Tag: Likoma Island

Heute is Sonntag und in der riesigen Kathedrale auf dieser kleinen Insel findet ein Gottesdienst statt, den wir besuchen. Das Bantu-Volk nimmt uns herzlich in seine Gemeinschaft auf und wir dürfen erleben, wie ein Gottesdienst mit einer Mischung aus Popmusik, den Liedern der Einheimischen und Tanz gestaltet wird. Beflügelt von der Herzlichkeit der Insulaner bummeln wir noch über den Markt und probieren die gekochten Erdnüsse, die typisch für Malawi sind.

Zurück in der Lodge nutzen wir die Aktivitäten am Strand und versuchen uns beim Stand-Up Paddling. Der Tag klingt am Strand mit dem Rauschen der Wellen aus.

Sonntags ist immer Rumba-Night bei Kaya Mawa. Eine Ortsansässige Band kommt zur Lodge und spielt am Strand. Bei einem lokalen Gin und Bier genießen wir unseren letzten Abend in Malawi.

7. Tag: Ende einer tollen Reise

Wir nehmen Abschied und fliegen zurück nach Lilongwe, wo uns unser Rückflug erwartet. Wir kommen bald wieder!