Ein Paradies für Liebhaber von Wüste, Individualität und Exklusivität stellt das NamibRand Naturreservat in Namibia dar. Mit 180.000 Hektar ist das größte private Naturschutzgebiet Namibias heute eines der bedeutenden Naturreservate im südlichen Afrika. Hier hat sich durch den Weitblick der Gründer die Natur ihren Lebensraum zurückerobert.

Mehrere Großfarmen wurden hierzu zusammengelegt, die Innenzäune beseitigt und das Gebiet außerordentlich restriktiv für einen ökologisch verantwortlichen Tourismus erschlossen. Die einzelnen Lodges und Camps sind auf je 20 Schlafplätze beschränkt und die Gesamtzahl der Beherbergungsplätze im Reservat regelt sich durch einen Flächenanspruch pro Bett von 1.500 Hektar. Exklusivität ist hier Programm, jedoch nicht unter dem Aspekt von Luxus, sondern dem des Schutzes und damit des Einklangs des Menschen mit der Natur, deren Erlebnis er sucht.

Ein Prinzip des im NamibRand Naturreservat verfolgten ökologischen Tourismus ist die weitgehende Ressourcennutzung aus dem Park heraus. So wird der größte Teil des Energiebedarfs mit Hilfe von Sonnenkollektoren und Wärmespeichergeräten gewonnen, die Wasserversorgung erfolgt über Bohrungen aus der Tiefe der Wüste. Auch bei der Wahl der Baustoffe spielen regionale und nachhaltige Aspekte eine wichtige Rolle. Ein Teil der verarbeiteten Lebensmittel kann aus eigenem Anbau und aus Viehhaltung gewonnen werden. Dass für Abfälle ein geschlossenes Entsorgungskonzept befolgt wird, versteht sich von selbst, wie auch die Klärung aller Abwässer über Biokläranlagen.

Bei der Rekrutierung und Ausbildung des Personals für Service, Technik und Naturführungen wird nach den Ideen des „Black Empowerment“ verfahren. Es sind vorwiegend Einheimische, die sich in den verschiedenen Lodges und Camps um das Wohl der Gäste kümmern. Hier findet man tatsächlich noch Karrieren, die vom Tellerwäscher über die Position des Chefkochs bis zum Teammanager reichen. Der freundliche Charme des vorwiegend einheimischen Personals, mit dem die Gäste von Beginn ihres Aufenthaltes bis zum Abschied verwöhnt werden, beweist den Erfolg dieses Konzeptes.

Exklusivität kostet ihren Preis. Mit dem Preis jeder Übernachtung zahlt der Gast eine Parkgebühr, die direkt einem Fond zufließt, der für die Erhaltung des Naturreservats eingerichtet wurde. Als Gegenleistung erhält der Gast Natur pur. Das unmittelbare Erlebnis der Wüste mit ihren unwirtlichen Bedingungen und einer gleichzeitig großen Artenvielfalt von Flora und Fauna sowie den faszinierenden Landschaften und Fels- oder Sandformationen verlangen nach Ruhe und Geduld. Es sollten mindestens zwei Übernachtungen sein, die man im NamibRand Naturreservat verbringt. NamibRand ist ein Schutzgebiet, in dem keine Tourbusse fahren und in dem sich keine selbstfahrenden 4×4-Rowdies austoben dürfen und ihre Spuren in die Wildnis eingraben. Dies alles beschreibt die Exklusivität des Gebietes und garantiert die Ursprünglichkeit, die es heute hat.

Die Wolwedans Dunes Lodge mit 20 Betten liegt in luftiger Höhe auf einem Dünenplateau, von dem aus sich ein Panorama öffnet, das die Wüste in einer unvergesslichen Eindrücklichkeit erscheinen lässt. Der Baustil ist geprägt durch eine Kombination von Holzpfählen, Zeltleinwand-Markisen und großen Fenstern, die den Blick in die Weite der Wüste freigeben. Jedes der neun großzügigen Chalets mit Schlafraum und Badezimmer verfügt über eine eigene Veranda, von der aus weitläufige Flächen unberührten Sandes betreten werden können. Eine besondere Attraktion der Lodge ist die Mountain View Suite. Sie bietet Wohnraum im Überfluss und eignet sich besonders für Besucher, die mehrere Tage verweilen, lesen, wandern und entspannen wollen. Der Hauptkomplex – ebenfalls auf Stelzen – bietet Platz für die Bar zwei Aufenthaltsräume, eine Bibliothek, Weinkeller, mehrere Terrassen mit Feuerstellen für den Sundowner, einen geräumigen Speisesaal und den Swimming Pool.